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Verwendung von weißen Kieselsäure-Mattierungsmitteln in lösemittelbasierten Holzoberflächen

March 06, 2024

In der Beschichtungsindustrie werden Pigmente oder Füllstoffe zugesetzt, um eine gleichmäßige Verteilung im Beschichtungsfilm zu erzielen und so eine mikroraue Oberfläche zu erzeugen. Je größer die Oberflächenpartikel, desto ausgeprägter die Mikrorauigkeit und desto geringer der Glanz. Bei der Herstellung von Mattlacken werden häufig Leichtzusätze wie gefälltes Calciumcarbonat oder Talkum in großen Mengen verwendet. Dadurch wird die kritische Pigmentvolumenkonzentration überschritten, was zu Problemen wie schlechten physikalischen Eigenschaften des Beschichtungsfilms, beispielsweise Schichtbildung und Ablagerungen, führt. Der Einsatz von Mattierungsmitteln kann diese Probleme verhindern.

Mattierungsmittel werden in organische und anorganische Typen unterteilt, wobei weiße Kieselsäure ein prominentes anorganisches Mattierungsmittel ist. Dieser Artikel befasst sich mit der Anwendung von weißem Siliciumdioxid-Mattierungsmittel in lösemittelbasierten Holzbeschichtungen:

Hochfeste Beschichtungen

Hochfeste Beschichtungen zeichnen sich durch einen hohen Feststoffgehalt und einen geringen Anteil flüchtiger Lösungsmittel aus, was einen erhöhten Bedarf an Mattierungsmitteln und eine höhere Viskosität zur Folge hat. Die Partikelgröße des Mattierungsmittels ist daher entscheidend und sollte anhand der Trockenfilmdicke ausgewählt werden. Die Verwendung eines Mattierungsmittels mit kleiner Partikelgröße kann zu geringerer Mattierungseffizienz, höherem Verbrauch und Problemen wie Ablagerungen, Weißfärbung und mangelnder Transparenz führen. Die Wahl eines Mattierungsmittels mit größerer Partikelgröße hingegen kann die Anforderungen an die Haptik erfüllen und gleichzeitig den gewünschten Mattierungseffekt erzielen.

Klarlack

Klarlacke dienen primär der Oberflächenveredelung. Matte Klarlacke erzielen durch die Zugabe von Mattierungsmitteln eine diffuse Reflexion. Bei der Dosierung der Mattierungsmittel sollten Faktoren wie Effizienz, Partikelgröße, Transparenz, Anti-Sedimentations-Eigenschaften, Dispergierbarkeit und Oberflächenbeschaffenheit berücksichtigt werden. Der Anteil an weißem Siliciumdioxid in Mattierungsmitteln für Beschichtungen sollte über 95 % liegen. Eine Wachsbehandlung wird empfohlen, um Sedimentation und Verstopfungen zu vermeiden. Die Wachsbehandlung verbessert die Kompatibilität mit lösemittelbasierten Beschichtungssystemen, erhöht die Kratzfestigkeit und verbessert das Gleitverhalten des Films, kann jedoch die Mattierungseffizienz und Transparenz leicht verringern.

Farbige Farben

In farbigen Lacksystemen können Pigmente und andere Füllstoffe Mattierungseffekte erzielen. Eine übermäßige Verwendung kann jedoch die mechanischen Eigenschaften und die Witterungsbeständigkeit der Beschichtung beeinträchtigen. Der Einsatz von weißen Siliciumdioxid-Mattierungsmitteln kann, bei geeigneter Auswahl, einen Teil der teuren Mattierungsmittel aus der Gasphase ersetzen und so die Produktqualitätsanforderungen erfüllen und gleichzeitig die Kosten deutlich senken.

Produktempfehlung

Silica-Mattierungsmittel
Typ 740 750 770
Spezifische Oberfläche, m²/g 300-380 300-380 320-400
Wärmeverlust (105° 2h), % ≤5,0 ≤5,0 ≤8,0
Glühverlust (1000° 2h)% ≤7,0
SiO2 (nach Glühverlust), % ≥99,0
pH (5%ige Suspension) 5,0-7,0
DBP-Absorption, cm³/g 2,00-3,50
Salz als Na₂SO₄, % ≤200
Weiße ≥94,0
Porenvolumen 2,0 ± 0,2
Schaberfeinheit ≤21 ≤23 ≤36

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